Dienstag, 25. Juni 2013

Rosenmontag


Vierzehn Tage ist es her, da hatten wir den Tag der offenen Gartentür. Schön blühte es damals, nur die Rosen standen noch in fröhlicher Erwartung. Was also tun, um der interessierten Menge die Ansicht auf die Blütenfülle der "Königin" der Blumen zu gewähren. Ich rief kurzerhand den Rosenmontag aus und öffnete den Garten gestern nochmals von 16.00 -20.00 Uhr. Sensationell. Ein Duft lag über dem Garten... unbeschreiblich. Viele Rosen hatten zwar ihren Höhepunkt auf Grund der heißen letzten Woche, bereits am letzten Wochenende (da war ich allerdings nicht da;-( ), aber das tat der Gesamtschönheit keinen Abbruch. Was weniger schön war, war das Wetter. Mist, ab 18.30 Uhr gab es Dauerregen und nur die "Harten" kamen noch in den Garten. Die Schnecken hingegen kamen in Kolonien aus ihren Verstecken und versuchten das Grünzeug zu erobern. Trotzdem, letztlich waren wohl vierzig Rosenbegeisterte (überwiegend) Gärtner(innen) gekommen, um der Rose ihre Aufwartung zu machen.


Heute regnet es wieder, ausdauernd. Nichts mit Rosengenuss im Garten. Es schleicht sich Sentimentalität ein, bei dem Gedanken an Regennasse Blüten und das baldige Ende der ersten Rosenblüte. Aber als Nächstes werden die Taglilien ihre Blüten öffnen. Und dann bin ich wieder fasziniert, dann von denen.


Sonntag, 9. Juni 2013

Eine Sache der Perspektive


Jetzt ist es Geschichte, das offene Gartenwochenende.
Aufregend wie die anderen Jahre, das Wetter durchschnittlich, ca. 300 Besucher sehr interessiert, freundlich und dankbar.
Viel Lob gab`s und immer wieder DIE EINE Feststellung: "Macht das viel Arbeit..." Aber nein, liebe Leute. Keine Arbeit macht der Garten, Arbeit macht die Arbeit, also der Job! Gärtnern hingegen ist das pure Vergnügen, Leidenschaft, Liebe, Entspannung, Freude und Gartenglück.

Arbeit? Alles eine Sache der Perspektive. 


Sonntag, 2. Juni 2013

Der Regen und der Offene Garten


So langsam mache ich mir Sorgen. Am nächsten Wochenende sind die "Offenen Gärten der Lausitz" angesagt, und seit vierzehn Tagen haben wir Dauerregen. Was heißt das? Es wächst und wächst und wächst. Aber... ich will nicht klagen, was anderen Ort`s so an Wassermassen runter kommt, lässt unseren Regen, hier in Brandenburg, wie ein "Tröpflein auf den heißen Stein" erscheinen. In Mitteldeutschland und dem Süden sind Bauern und Gärtner wesentlich übler dran als ich. Also nicht klagen, sondern auf Sonne hoffen (dann sehnen wir uns bestimmt auch bald wieder nach Regen...). Auch die Pflanzen tun dies, sie sind voller Knospen. Rosen, Geranium, Frauenmantel, Salbei, Glockenblumen.... alle warten auf den einen Sonnenstrahl.
Und ich? Ich warte auch und robbe solange mit Gummistiefeln und Tarnjacke verkleidet durch den Garten, sobald eine Regenpause zu erwarten ist und tue was man so tut vor einem offenen Gartenwochenende.

Sonntag, 26. Mai 2013

Grüne Hölle im Allium-Fieber


Geht es euch auch so? In diesem Jahr scheint Alles irgendwie größer, der Farn ist Meterhoch, die Hostapflanzen sind riesig, die Rosen haben eine Menge Knospen angesetzt, als wollen sie den Wettbewerb "Üppigste Rose des Jahres" gewinnen. Die Stauden stehen prächtig in den Startlöchern und lassen jetzt schon ahnen, was bald abgehen wird im Garten. Ich gebe zu, kurz bekam ich Angst- Grüne Hölle- das trifft die Sache im Kern. Also musste mal kurz die ordnende Hand und Schere her. Zusätzlich sprach ich mir ein Besuchsverbot für das diesjährige Gartenfestival im Branitzer Park aus. Ich brauche NIE WIEDER Pflänzchen!
Inmitten der grünen Pracht stehen die vielen lila Allium, Akeleien, die Iris, die ersten Geraniumblüten und der farbliche Störenfried- der knallrot-orange Laufmohn.


Jetzt liebe ich den Garten ganz besonders, alles ist so frisch und schön. Leider ist wieder mal das Wetter nicht Gärtner kompatibel, kalt, nass und düster. Obwohl... den Rasen freut`s. Den habe ich gestern vorm einsetzenden Regen noch gedüngt. Perfektes Timing.


Mein Gemüseprojekt entwickelt sich auch bestens. Die vielen (18) Tomatenpflanzen, die ich aus dem gespendeten Tomatensamen von Rudolf gezogen habe und die tatsächlich alle was geworden sind, konnte ich hier nicht unterbringen. Aber vier ausgesuchte Zöglinge dürfen jetzt in den Hochbeeten wachsen. Der Salat ist fast pflückfertig, die Erdbeeren haben Früchte, die Bohnen sind auch erschienen. Ich bin jetzt doch optimistisch, was meine Karriere als Gemüsegärtnerin im Miniaturformat angeht. 

Sonntag, 12. Mai 2013

Im Garten meiner Schwester...

... gibt`s Veränderungen. 


Manchmal ändern sich Lebenswege. Was heute noch unvorstellbar ist, wird vielleicht schon morgen zur Realität. So änderte sich auch heimlich, still und leise- und dann mit einem Knall, der Weg meiner Schwester. Einst war sie die Quelle der Inspiration für diesen Blog, meiner Gartenliebe, unserer gemeinsamen Gartenbesuche.... Nun hat sie ihren Garten aufgegeben und widmet sich anderen Dingen. Ein Beispiel dafür, das alles endlich ist... auch unsere Leidenschaften?  Ihr Garten wartet derweil auf eine ordnende Hand. Allerdings sind mir 560km Anfahrtsweg zur wöchentlichen Pflege etwas zu weit. Also fuhren wir, um zu retten, was zu retten ist. Wunderschöne Hostas, Frauenmantel, Silberkerze, Lungenkraut. Ein wenig "Edelschrott" (Deko)... viel zu schnell war der Kombi gefüllt. Schnell noch die Staudenreste des Vorjahres abgeschnitten und die Rosen gepflegt. Nun muss der Garten ohne uns auskommen, ohne meine Schwester und ohne mich.

Kisten voller Schätze...

Meine neuen Schätze habe ich heute gleich in das neue Beet am Eingang versenkt. Nun lebt der Garten meiner Schwester, ein klein wenig in meinem Garten weiter.


Und bei mir im Garten? In der letzten Woche habe ich die Hochbeete mit Salat, Erdbeeren und Bohnen bepflanzt / gesät und die Dahlien in die Erde gebracht. Die ersten Zinnien sind auch gepflanzt, "Red Lime", eine interessante matt-rote Sorte. Ich bin schon sehr gespannt wie sie sich entwickeln.


Die Tulpenblüte ist leider schon fast wieder vorüber. War das ein Farbenfest, kurz aber spektakulär.


Die Natur hat schnell aufgeholt, Allium, Akelei, Nachtviole, Iris, Waldmeister, Vergissmeinnicht, Veilchen, Sternmiere, Salomonsiegel und Katzenminze beginnen zu blühen.
Sogar die ersten Rosenknospen habe ich heute beim Gang durch den Garten entdeckt. Jetzt schon? Leider auch jede Menge eingerollter Rosenblätter und Läuse an den zarten Rosentrieben. Jetzt heißt es wieder dran bleiben an Ungeziefer und Unkraut, dann gibt es einen wunderbaren Sommer.

Rosana sei dank...


Dienstag, 30. April 2013

EU will Anbau von Obst und Gemüse in Gärten regulieren

Vorbei mit Samentausch und Artenerhalt auf Gärtnerebene? Ist die Natur nicht existenziell? Die Sortenvielfalt nicht Teil unseres Universums?  Hat der Mensch das Recht hier einzugreifen?

Hier könnt ihr euch wehren...

Sonntag, 21. April 2013

Es ist angerichtet...

die Stiefmütterchen sind für den heimischen Balkon...

... sagten sie gerade im Fernsehen. Das ist doch glatt ein passabler Titel für diesen Post. Denn es ist angerichtet für die kommende Blütenfülle. Jeden Tag blüht es nun mehr im Garten. Die Forsythien auch. Gut so, denn ich habe bereits in der letzten Woche mit dem Rosenschnitt begonnen. Im letzten Jahr gab es zu dieser Zeit schon üppige Tulpenblüte, die Kirschblüte war gerade durch. In diesem Jahr sind wir fast drei Wochen hinterher. Allerdings scheint die Natur einen Spurt einzulegen- sehr schnell, zu schnell entwickelt sich die Pflanzenwelt.

... und die hier stehen im Garten...

Meine historischen Rosen habe ich dieses Jahr höchst mutig entspitzt. Üblicherweise wird ja die Auffassung vertreten, die Alten Rosen brauchen keine Schere sehen, oder nur wenn sie ausgedünnt werden müssen bzw. überaltert sind. Allerdings habe ich im letzten Jahr die blühfaule "Tuscany Superb" erlebt, die ihre ganze Kraft in die Spitze verschwendete statt die Seitentriebe auszubilden und mit schöne Blüten zu schenken. Also überlegt und kurzerhand die Spitzen entspitzt... mal sehen was das gibt in diesem Sommer...
Der gestrige Tag war bestimmt von Gartenarbeit, Schön! Das erste Mal habe ich den Rasen gemäht und gleich mal die Kanten aktualisiert, wässern muss ich auch schon fleißig. Erst zu viel Schnee, dann zu trocken... der Gärtner ist doch nie zufrieden, Oder?

Sonntag, 14. April 2013

Im Gartenmodus

Wer noch mehr Krokusse sehen will der klicke hier

In den letzten Wochen hatte ich ja schon den Verlust meines Gartenvirus beklagt, zu lang war der Winter.  Aber nun ist er wieder ausgebrochen, voll und ganz, mit allen Nebenwirkungen, Schmerzen in den Gliedern, zerkratzte Hände, dunkle Nägelränder... und dem perfekten Gartenglück. Was haben wir gestern nicht alles geschafft. Die ersten Rasenkanten sind erneuert, die Lilien endlich eingegraben, das Beet am Eingang weiter angelegt, Rosen, Hornveilchen und ein paar Stauden gepflanzt, die Pumpe installiert und dann noch gleich die Rosen vom Reisig befreit und den größten Teil auch abgehäufelt. Unkraut ist auch schon wieder da und will in "Schach" gehalten werden.

Das Beet am Eingang, hier ist die Erde so schlecht, dass wir die Erde 40 - 50 cm austauschen. Den ersten Teil haben wir ja schon im Herbst gemacht, hier wird es hoffentlich bald grünen und blühen. Jetzt ist der Bereich links unter der Tanne dran -zukünftige Schattenpflanzenheimat, weil der Nachbar seine Kiefer liebt...

Ein neues Projekt sind zwei Hochbeete im "Herrengarten" die zukünftig meine Gemüseambitionen aufnehmen sollen. Der Tischler hat sie vorbereitet und der Gatte hat sie, mit dem eigens dafür angeschafften neuen Akkuschrauber, zusammengebaut. Die Tomatensamen von Rudolf sind prächtig gewachsen und sollen dort neben Bohnen, Erdbeeren und Chilli von Dagmar in nächster Zeit ihre Heimat finden. Erstmal habe ich die Tomaten aber umgetopft, damit sie noch eine Weile geschützt aufwachsen können.

Die neuen Hochbeete - 2x 1,25m x 1,25m und 50cm hoch aus feinstem Lärchenholz, hoffentlich bald ähnlich unauffällig wie die Pergola...

Das war ein arbeitsreiches Gartenwochenende, dem noch viele folgen werden. Und ich? Ich freu mich drauf! 

Zum Schluss noch ein Danke an euch alle für eure vielen netten Kommentare auf meinem Blog. Im Moment schaffe ich es oft nicht eure vielen Beiträge zu kommentieren, aber bitte- fühlt euch von mir gelesen und bedacht. Eure Blogs sind oft eine schöne, lesenswerte Inspiration für mich. DANKE.

Sonntag, 7. April 2013

Sonne im Botanischen Garten


Eigentlich hatten wir ja gar keine Lust bei trüben, kaltem Wetter den sonst schon obligatorischen Besuch des Staudenmarktes im Botanischen Garten in Berlin zu absolvieren. Die Laube steht noch voll mit Errungenschaften des letzten Winters. Im Garten liegt Schnee. Kein Bedarf also. Aber ein Gartenjahr ohne Staudenmarkt geht irgendwie auch nicht. Also verabredeten wir uns, Dagmar Parzelle und ich, zu einem nachmittäglichen Spaziergang über den Markt mit Kaffee und Kuchen ohne Jagdinstinkt, ohne spezielle Wunschvorstellungen, einfach so. Die Sonne schien, blauer Himmel, eine Ahnung wie schön der Frühling sein kann.


Ach ja, gekauft haben wir doch. Ich: zwei Hostas, einen Farn, eine Pfingstrose, zwei Iris-nana, Schnittlauch.  Dagmar: Petersilie satt, Schnittlauch und die wunderschöne Rose "Lavender Pinocchio"
Als ich am Abend zurück kam, war auch der Schnee weg im Garten.