Sonntag, 1. August 2010

Ein Tag im Sinne der (Garten)Kunst

Freitag, der 30.7.- ich hatte mir frei genommen, um endlich und kurz vor Ende doch noch die Werkausstellung der  von mir hoch geschätzen mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo in Berlin zu besuchen. Durch die Presse wußte ich ja schon, dass man Geduld haben musste, aber was uns dann erwartete, überstieg alle meine Vorstellungen... Ankunft um 10.00 Uhr- eine Schlange vorm Eingang der Ausstellung von ca. 150m ... na gut, nicht abschrecken lassen- anstellen, die anderen Kulturinteressierten stehen ja schließlich auch geduldig. Nach der ersten dreiviertel Stunde kommen wir zu einem Schild auf dem steht: Von hier aus ca. 4-6 Stunden Wartezeit.... das kann nicht sein, wir bewegen uns doch regelmäßig... dann nach einer weiteren Stunde- noch 50m vom Eingang- Stillstand- 1Stunde hoffnungsfrohes auf der Stelle stehen- von hier aus noch 3 Stunden Wartezeit tönte zwischenzeitlich eine nette Martin-Gropius-Bau-Animateurin, denn im Haus geht die Schlange schließlich weiter. Mittlerweile hatten wir geschlagene drei Stunden Dauerstehen hinter uns, selbst die fröhlichsten "Mitsteher" konnten uns nicht mehr zu irgendwelchem Optimismus inspirieren. Bei mir wuchs die Frage nach dem Sinn dieser Aktion, zumal man solche übervollen Ausstellungen ja schon kennt und "Hinz und Kunz" sich im Abstand von 30cm vor die Bilder positioniert und man selbst nichts mehr sieht... Der Frust wuchs sich zu einer handfesten Aggressionsattake aus und so half nur noch eins- Flucht!
Da es auf dieser Welt noch andere Künstler gab, die sicherlich auch ihren Beitrag zur Kunstgeschichte des 20. Jh beigetragen haben, aber bei weitem nicht so gehypt werden und man demzufolge nicht stehen muss wie damals in der DDR nach Bananen... fuhren wir zur Max Liebermann Villa an den Wannsnee um wenigstens für den Resttag noch ein positives Gefühl zu bekommen.  Hier gibts auch Bilder, einen schönern Garten- welch positver Nebeneffekt... und vor allen Dingen nicht so viele Menschen vor den Bildern.
Am Abend starteten wir einen weiteren Versuch in die Kahlo-Ausstellung zu gelangen aber die "Jünger" standen auch um 18.00 Uhr noch mit der Aussicht auf weitere drei Stunden... so bleibt also das ungeliebte Gefühl ein Vorhaben nicht umgesetzt zu haben... leider ohne Aussicht auf späteren Erfolg.

Kommentare:

  1. Wie die Erfahrung mal wieder lehrt, muss man einige Dinge einfach nicht haben. Anstehen - die Geduld hab ich nicht mehr. Und meistens gibts da am Ende nicht mal Bananen ;-)
    Ich denke, der Besuch des hübschen Gartens von Max Liebermann war da sicherlich eine gelungene Alternative. Den würde ich mir auch gern mal anschauen. Das lustige Feld mit den Birken, die auch im Weg wachsen habe ich schon mal in einem Gartenbuch gesehen.

    AntwortenLöschen
  2. Die Liebermannvilla ist ja auch mehr als ein Trostpflaster für die entgangene Ausstellung! Ich war letztes Jahr im Juli dort - deine Bilder sehen genauso aus wie meine, dieselben Blumen. Der Bauerngarten ist einfach klasse. Schönen Sonntag noch! VG Elke

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Annette,

    das war ja ein Tag.
    Ich habe absolut keine Ahnung von Kunst, aber wenn ich mir die Bilder von dem schönen Garten anschaue, habt ihr es richtig gemacht und seit dorthin gegangen.

    Freut mich, dass dir meine Bilder gefallen.
    Zu deiner Frage bezüglich meines Makroobjektives, ich benutze das Sigma 150/2,8mm. Ein absolutes Traumobjektiv. Top Qualität, schön leicht, und vom Preisleistungsverhältis auch o.k.

    Wünsche dir einen schönen Start in die neue Woche.

    LG Mio

    AntwortenLöschen