Montag, 25. April 2011

Das "schwere" Leben im Sauerland

Hier verrichtet man echte Schwerstarbeit...
Wie allgemein üblich nutzt man ja die freien Tage zu Ostern um die Verwandtschaft mit seiner  Anwesenheit zu erfreuen. So zog es uns wiedermal 560km weiter, ins schöne  Sauerland zur schwesterlichen Familie. Als Osterüberraschung exportierte ich 10 Dahlienknollen aus heimischer Spezialgärtnerei, die sich das Schwesterherz letzten Herbst ausgesucht hatte und die nun eingegraben werden wollten. Da schon auf der Hinfahrt erste Entzugserscheinungen wegen fehlender Gartenarbeit auftraten, nahm ich mir vor, etwas für den Garten meiner Schwester zu tun und die Dahlien einzugraben. Als Erwärmung ein bisschen Unkraut zupfen und die Beete säubern.... Bereits im ersten Beet, in dem sich eine heimtückische Brennessel breit gemacht hatte scheiterte ich jedoch, was war das...? Statt wie üblich nach kurzer Aufforderung mit der Hacke vorschriftsmäßig das Feld zu räumen machte sich das gute Stück hier in trockenem, festen Lehmboden breit und rückte nicht von der Stelle. Hacken und kleine Schippchen helfen hier also nicht, hier muss die Grabegabel und voller Körpereinsatz ran. Gleich nach der ersten Aktion war ich völlig fertig, dazu noch die Sonne.... So fühlt sich also das Gärtnern im Sauerland an... ich war umgehend dankbar für meinen sandigen, wenn auch nicht so wertvollen Boden in der heimischen Lausitz. Das Dahlien Eingraben wurde dann demzufolge ein längeres Projekt aus Gründen fehlender Kondition, die man bei solch schweren Böden wohl braucht... Löcher "ausstemmen", Blumenerde auffüllen, Hornspäne rein, mit einem Gemisch aus Lehm- und Blumenerde abdecken... mal sehen ob die Dahlien bei diesen Bedingungen nun wachsen wollen.

Ein sensationeller Gartenblick im Garten meiner Schwester, den es sich zu pflegen lohnt...;-) 


Und in meinem Garten....? Da ist gerade Tulpenparade... wunderbar! Einige Narzissen, die Jonquilla, Tanzetten und die Dichternarzissen blühen noch, die erste Blüte des Geranium phaeum - Brauner Storchenschnabel habe ich entdeckt, die Hosta "entwickeln" sich und zeigen ihre wunderbaren Blätter, Akelei, Allium, Frauenmantel und sogar die Rosen machen sich bereit für ihren großen Auftritt. Ich kann`s kaum erwarten...

Kommentare:

  1. Wunderschön deine Tulpen! Der Garten deiner Schwester ist herrlich - wunderbar eingewachsen und kombiniert.

    Zur Zeit ist auch bei mir Arbeiten im Garten so gut wie unmöglich - der Boden ist betonhart wegen der Trockenheit. Ist der Boden feucht, ist das Bearbeiten eigentlich kein grosses Problem, aber richtiger Lehmboden habe ich auch nicht.

    Liebe Grüsse Rosana

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  2. Lehm... der Erdboden meiner Kindheit, das bringt Erinnerungen zurück, an lehmverklumpte Schuhe und 'Klakkermatsch'. Umgraben musste ich damals noch nicht, aber ich weiß, wie toll Rosen auf solchen Böden gedeihen, und werde jedesmal blaß vor Neid, wenn ich das sehe. Und sieht der Garten Deiner Schwester nicht toll aus !
    Die Farbwahl deiner Tulpen gefällt mir!
    LG
    Sisah

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  3. Liebe Annette! Deine Tulpenbilder sind total schön - wie immer! Das Problem kommt mir sehr bekannt vor, zu Hause wie auch hier in Graz haben wir vorwiegend Lehmboden, zum Bearbeiten ist dieser wirklich körperlich sehr fordernd. Ich schaffe es nicht einmal den Spaten wirklich tief in die Erde zu stecken, auch, wenn ich mit meinem ganzen Gewicht drauf stelle.

    lg kathrin

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  4. Das HARTE Leben im Sauerland: heute hat es die erste Regenhusche gegeben. Nicht einmal der Blütenstaub ist von allen Pflanzen abgewaschen, also heißt es weiterkämpfen! Der Garten wird weiter gepflegt: der Buchs ist schon geschnitten, die trockenen Triebe der Ramblerrose entfernt und mein Mann will sich mit Muskelkraft um die Brennesseln kümmern.
    Vielleicht hab ich ja dann auch wieder Spaß ...
    Liebe Grüße und vielen Dank für die Dahlien uvm. sagt Schwesterherz.

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  5. Ich habe heute meine Dahlien im Berlin-Brandenburger Boden versenkt und musste unweigerlich an Dich denken =)
    Deine Tulpen sind wundervoll! Bei mir herrscht noch Farb-Multi-Mix. Ich danke Dir sehr für den Herbszeitlosen-Tipp, wenn ich mich recht erinnere, waren an dieser Stelle im Herbst tatsächlich die Blüten davon. Dass sie im Frühjahr so aussehen, wusste ich noch nicht. Wieder was gelernt!

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  6. Liebe Dagmar, immer gern;-) ! Freu mich schon auf deine Dahlienbilder!

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  7. Dein Bericht aus dem Garten deiner Schwester weckt bei mir Erinnerungen an meinen ersten Garten. Schwerer Lehmboden, der bei Trockenheit sofort tiefe Risse zeigte. Da halfen selbst große Mengen Kompost nur wenig. Nach jedem Regenguß mußte ich sofort mit der Hacke in die Beete damit sich keine knochenharte, für zarte Pflänzchen undurchdringliche Kruste bildete.
    Heute habe ich es besser. Mein jetziger Gartenboden ist wunderbar locker.
    Deine Tulpen sind ein Gedicht. Die Farben sind so schön aufeinander abgestimmt.
    Einen schönen 1. Mai wünscht dir
    Anette

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  8. Tulpen finde ich immer wieder einfach nur schön. Diese Formen und Farben. Schlicht und edel zugleich. Leider habe ich meine Tulpen nicht dicht genug gepflanzt, sodass ich ein wenig unglücklich bin. Da ich meine Zwiebelblumenbeete neu gestalten möchte, kommen einige Exemplare vielleicht in den Vorgarten, andere müssen eventuell weichen. Ein Garten ist ein steter Wandel.
    Liebe Grüße, Carola

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