Sonntag, 4. Juli 2010

Der Garten meiner Schwester

Auf Grund der bereits fünf Wochen anhaltenden, staubtrockenen Hitze ohne Aussicht auf Regentropfen  und natürlich in erster Linie wegen einer Einladung zur Abiturfeier meiner Nichte "verschlug" es uns mal wieder in das schöne, frische  Nordrhein-Westfalen zur Familie meiner Schwester. Für meine Begriffe gibt es hier zwar zu viel Berg, Wald  und Land und zu wenig Stadt aber trotzdem kann man insbesondere wegen der wunderbaren Gärten, der bemerkenswerten Stöcker-Stauden Gärtnerei und dem guten Essen meiner Schwester, dieser Region einiges abgewinnen und so begab es sich, dass wir nach überstandener feucht-fröhlicher Abiturfeier eine Rundreise zu den gärtnerischen Kleinoden der Gegend unternahmen. Mein erster Weg bereits nach der Ankunft war natürlich der Garten meiner Schwester, denn das ich gestalterisch ambitioniert meinen eigenen Garten hege und pflege, habe ich nicht zuletzt auch dieser Inspiration zu verdanken.
Unser nächster Weg dann Stöcker-Stauden in der Nähe von Soest. Gut das ich ein Budget auch für den Staudeneinkauf eingeplant hatte. Hier war Rosenwoche und ein mehr als üppiges Angebot an Rosen in allen Sorten, Formen und Farben sowie Begleitstauden erwartete uns. Oh je, die Qual der Wahl... denn ich war schließlich mit Mittelklassewagen und Familienangehörigen unterwegs, das bedeutete Einkaufsbeschränkung! Für mich, als nicht gerade Auswahl-verwöhnte Hobbygärtnerin ein Staudenparadies das abgesehen von der Förster Staudengärtnerei in Potsdam, bei uns in Brandenburg wohl seines gleichen sucht. Es wurden dann nach vielem Hin und Her- die Englische Rose "James Galway", eine Fetthenne "Matrona", Geranium " Jolly Bee", Geranium x cantabrigiense" Berggarten" und beim Bezahlen, also schon fast im Auto sitzend, musste noch die Rose "Russeliana" mit.
Der nächste Halt dann die Gartengalerie- Stork in Bad Sassendorf. Wer mal gediegen "Gartennippes" einkaufen, selbst gemachten Kuchen essen und einen wunderschönen romantischen Garten mit vielen Rosen sehen will, ist hier genau richtig. Eine Atmosphäre, die man am besten mit Freundin (oder Schwester) genießen sollte. Natürlich mit dem nötigen Kleingeld in der Tasche, denn hier gibt es wirklich schönste Gartenaccessoires von modern bis pseudoantik.
Aber Mädels... lasst besser die Männer zu Hause, ich glaube nicht, dass die Herren der Schöpfung hier genauso glücklich und verzaubert durch die Gegend hüpfen wie wir Frauen.
Fazit hier: eine moderne 50cm hohe Frauenplastik für den Garten, ein Rezept einer leckeren Torte und viel Garteninspiration.

Weiter ging`s zum "Camenhof" wieder in der Nähe von Soest. Ich hatte den Garten im vorletzten Herbst gesehen und war damals restlos begeistert. Überall Blütenfülle, schöne "Gartenzimmer", eine Inspiration nach der nächsten. Am schönsten das Beet mit diagonalen Buchshecken und weißen Dahlien- beeindruckend!
Um so gespannter war ich nun diesmal, wie der Garten wohl zur Rosenzeit aussieht... aber statt der erwarteten Blütenfülle lehrte mich dieser Garten etwas Anderes.... Beschränkung!- bei der Größe des Gartens, den Pflanzungen und dem damit folgenden Pflegeaufwand. Ich konnte mich davon überzeugen, dass ein Garten, besonders wenn er 1ha groß ist, sehr viel Arbeit machen kann. Sicher herrscht hier nicht der Anspruch, dass der Garten das ganze Jahr über attraktiv sein muss, aber bei der Größe merkte man schon, dass einem die Natur manchmal buchstäblich " über den Kopf" wächst.
(das merke ich ja selbst oft genug bei meinen vergleichsweise kleinen 1250qm...) Hoffen wir, dass sich der "Camenhof" spätestens im Herbst wieder von seiner schönsten Seite zeigt.

Kommentare:

  1. Hallo
    Nach längerem "Hitzefrei" sitze ich heut mal wieder am PC und reise so ein wenig durch "Bloggetanien"
    wunderschöne Eindrücke deiner Gartenreise zeigst du hier...bin begeistert....zum Carmenhof wollte ich auch immer nochmal....mal sehen...
    Grüne Grüße Sandra

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  2. Danke für die Verlinkung ;-)
    Soll ich dir für dein Gartenfest den Kirsch-Mandel-Kuchen backen? Er schmeckt auch wirklich superlecker - meine Kolleginnen waren begeistert.

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