Sonntag, 25. März 2012

Bloggerburnout und Rosenfrust


Im Moment habe ich irgendwie keine Lust auf bloggen, Warum? So genau weiß das keiner, keine Lust auf den Computer, keine Lust zu schreiben, keine Lust zum lesen, keine Lust zu fotografieren... die Arbeit erfordert gerade vollste Konzentration, das macht mich "Technik satt". In der Zwischenzeit ist hier schon wieder so viel gepostet... ich komm nicht mehr hinterher... also verzeiht mir meine kleine Kommentarabwesenheit auf euren Seiten... das wird schon wieder...

Im Garten geht`s jeden Tag ein Stückchen weiter, die Sonne scheint fröhlich vor sich hin, schon wieder ist das Wetter extrem, es hat seit 3 Wochen nicht geregnet, höchste Waldbrandwarnstufe, wohl üblich im März. Das hat mich dazu veranlasst, die Pumpe anzuschmeißen und die zarten Triebe zu wässern. Im letzten Jahr hatte ich wenige Blüten an den Taglilien, mittlerweile weiß ich für eine zuverlässige Blütenpracht braucht es im Frühling Wasser und eine Portion Hornspäne. Gesagt getan, die Gärtnerin gibt ihr Bestes.

"Louise Odier" geschnitten, eine robuste, blühfreudige Bourbonrose... und links am Bogen die einmalblühende "Aschermittwoch"komplett runter geschnitten und deshalb in diesem Jahr ohne Blüten ;-(

Inzwischen haben auch die Forsythien mit dem Blühen begonnen , die ultimative Zeit zum Rosenschnitt, sagt man... also ran an die Rosen und das ausgeprägte Frostdesaster des letzten Winters beseitigen. (Auch wenn der erfahrene Nachbar sagt, es sei zu zeitig...) Alle modernen Rosen und die modernen Kletterrosen mussten bodennah dran glauben. Bei den Teehybriden ist das ja kein Problem, die werden sowieso bis auf 3-4 Augen zurückgeschnitten, aber die Strauchrosen...? "Leonardo da Vinci" dümpelt noch heute, nach dem ich sie im letzten Frühjahr zu hart ran genommen hatte. Nun starten sie also alle wieder bei Null und meine Roseneuphorie hat einen empfindlichen Dämpfer bekommen. Die im letzten Herbst gepflanzten Wurzelnackten sehnen zu 60% gar nicht gut aus und blockieren jetzt Pflanzplätze, denn die Hoffnung stirbt zuletzt...wirtschaftlicher Totalschaden... Einzig die "Alten" oder "Historischen" Rosen stehen in bester Vorfreude und erwarten die kommende Blühsaison. Auf Rose de Resht, Louise Odier, Reine de Violette und all die anderen "Alten" ist eben Verlass, auch bei Minus 23 Grad und wochenlangen Kahlfrösten. Bei unseren sibirischen Wintertemperaturen und dem Brandenburger  "Sandbüchsen"boden ist das Fazit für Rosenliebhaber der Region, die sicher gehen wollen: Pflanzt Gallica, Portland-, Damaszener- und Albarosen! Auch die unempfindliche Rosa Rugosa hat hier Zukunft (Ausnahmen bestätigen die Regel...;-)). Ich für meinen Teil werde auch nur noch Containerware pflanzen, die sind zwar teurer, starten hier aber einfach besser durch. Wurzelnackte Mickerpflänzchen wollen hier so gar nicht in die Gänge kommen.
In der kommenden Nacht erwarten wir 5 Grad Minus... Rosen, Clematis, Stauden haben schon ordentlich ausgetrieben- mal sehen ob sie es überleben...die Natur macht was sie will und die Gärtnerin ist das ja mittlerweile gewohnt...

Kommentare:

  1. Schöne Überschrift, wir können ja einen Club gründen. Meine Blogrundreisen und Antworten auf Kommentare sind momentan auch eher sporadisch, ich glaube die Bloggerwelt kennt das Problem. Man hat ja auch noch andere Prioritäten im Leben ;-))
    Aber gleich ein Burnout?
    Stimmt, 'Rose de Resht' sieht auch bei mir nicht besonders mitgenommen aus, ebenso wie die alten anderen, deren Namen ich vergessen habe.'Louise Odier' habe ich auch, die ist zwar über den Winter gekommen, leidet aber hier ständig unter Sternrusstau, so dass sie nicht unbedingt zu meinen Lieblingen gehört.
    Was den Rosenfrust betrifft, habe ich ja bereits schon in den Vorjahren dazugelernt, und habe seit meiner anfänglichen Begeisterung für Austin Rosen ganz schnell wieder die Finger von ihnen gelassen, und da hatten wir noch nicht dermaßen 'komische' Winter wie den letzten!
    Deine Frage , ob ich zum Staudenmarkt gehe, habe ich gelesen, wollte ich auch schon die ganze Woche beantworten, aber.....
    Hier also die Antwort: Ja, wie wär's mit einem Kalten Hund bei Sonnenschein? Die Mohnpflanzen sind zwar alle angegangen und bereits ausgetrieben, wobei der 'Laufmohn' am mickerlichsten aussieht mit nur einem Trieb!
    LG
    Sisah

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Annette,
    man hat immer mal solche und solche Zeiten und da verschieben sich halt die Prioritäten.
    Ich hab schon Lust zum Bloggen, aber sobald das Wetter schön ist, geht es natürlich raus und nicht an den PC.
    Schade um die erfrorenen Rosen. Bei mir hat es auch nur die Rose de Resht geschafft. Ärgerlich!!
    Ich hoffe, dass nun nicht mehr so heftige Nachtfröste kommen.
    Schön, dass Du trotz Unlust einen Post hinbekommen hast, ich hab Dich schon vermisst.
    Liebe Grüße Joona

    AntwortenLöschen
  3. Ja, liebe Annette, ich habe nun auch alle meine Rosen geschnitten und ein ähnliches Desaster erleben müssen.
    Strauchrosen bodennah abgeschnitten, zB die Heritage. Davor, also noch ungeschützter, die Winchester Cathedral...und die hat fast gar keine braunen Triebe.
    Ist scheinbar wirklich sehr verschieden.
    Die Rose De Resht und die alten Sorten haben wirklich alles gut überstanden...naja, die Sombreuil ist ja auch eine Historische (Kletterrose), aber die mußte ich auch gehörig zurück stutzen.
    Solche Nachfröste haben wir jetzt nicht mehr, aber ab Anfang April sollen die Temp. wieder ziemlich abstürzen....:((
    Viele liebe Grüße von Luna

    AntwortenLöschen
  4. Oh, liebe Annette... der Bericht könnt von mir sein *gg*. Geht mir absolut zu 100% genauso. Ich bin entweder vollauf mit meiner Süßen beschäftigt, liege komplett k.o. auf dem Sofa durch (wieder einmal) einen Schmerzschub oder ich schaffe es tatsächlich mal, eine Samentüte über einem Beet auszuschütteln... Momentan ist irgendwie der Wurm drin und dazu kommt jetzt auch noch die doofe Zeitumstellung - jetzt hab ich noch mehr das Gefühl, dass mir die Zeit tagsüber davonrennt. Zu deinen Rosen kann ich nur sagen: bei mir genauso. Alles fast bodennah geschnitten. Aber was die Leo angeht - die hat bei mir bisher immer einen ziemlich radikalen Schnitt bekommen (das hat mir meine SchwieMa mal gesagt) und explodiert förmlich und blüht ohne Ende. Vielleicht hilft dir das ja ?
    Meine Reine de Violettes-Rosen und die Rose de Resht hat es trotz fehlendem Anhäufeln und Abdecken geschafft ! Die Raubritter sieht auch noch ganz okay aus. Aber alle treiben noch nicht wirklich durch und daher mache ich schön langsam mit dem Schnitt. Nachts ist es bei uns auch noch ziemlich frostig...
    Ich wünsch Dir - trotz Frust - eine sonnige Woche mit vielen Gartenstunden... Balsam für die Seele eben *gg* - GLG aus dem Waldhaus, Christine

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Annette!
    Bei uns ist es auch schon zu trocken für März. Zu warm ja auch, aber man genießt die Temperaturen natürlich. Ich habe gestern die Rosen geschnitten und das Ergebnis war durchwachsen: Manita hat kaum Frotschäden, die Moonlight-Rose dagegen musste ich ziemlich kleinschneiden. Aber das wird schon wieder.
    VG
    Elke

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Annette,

    ich war am Samstag auch im Garten um die Rosen zu schneiden und bei uns sind trotz des milderen Weinbauklimas auch Rosen geschädigt. Meine Leonardos (2) sehen allerdings gut aus ,ebenso die Rose de Rescht. Dafür sind einige Rambler ziemlich zerzaust !!Aber wie du schon sagst die Hoffnung stirbt zuletzt !!!Und mit den Blogkommentaren ,mach dir keine Sorgen wir bleiben dir trotzdem treu ! :) :)

    Wünsche dir noch eine schöne Woche
    Dagmar

    AntwortenLöschen
  7. Wer kennt das nicht, ich habe auch nicht immer Lust mich dem Blog zu widmen, es gibt ja so viele schöne Sachen, die man sonst noch machen kann, gerade jetzt wo das Wetter wieder schön ist.

    Der kalte Winter hat aber auch im milden Graz seine Spuren hinterlassen und was der Winter nicht schaffte, vollbringt die wochenlange Trockenheit nun. Kein nennenswerter Niederschlag schafft es über die Alpen und von Italien kommt auch nichts, im Fernsehen wurde schon darauf hingewiesen, dass wenn es nicht bald regnet, es im Sommer ein Problem mit der Wasserversorgung geben wird.
    In Salzburg gibt es dieses Problem dafür nicht, dort regnet es genug!

    Ganz liebe Grüße
    Kathrin

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Annette,
    auch alle meine Rosen (es sind nur fünf, aber sogar die angeblich so winterharten am Rosenbogen) habe ich dem Erdboden gleich machen müssen und liege nun ständig auf Knien vor ihnen, in der Hoffnung den ersten Neuaustrieb zu entdecken...
    Den Bloggerfrust verstehe ich genauso, mir macht mein Rücken weiter zu schaffen und lässt einfach keinerlei Frühlingsgartenarbeit zu.
    Zudem habe ich es nun endlich geschafft, alle drei Nachbarn zusammenzutreiben, damit wir wieder das Wasser anstellen können. Und was war? Meine Wasseruhr hat den Winter nicht überlebt. Arghhhh!
    Egal, am Samstag ist Staudenmarkt. Ich freue mich!
    Viele liebe Grüße
    Dagmar

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Annette es tut mir weh aber auch ich habe dass selbe problem mit die Röser. Alles zu gefrohren bis auf der erde. Und auch ich lege mich hin auf die erde zu sehen ob vielleicht noch leben bei die Röser zu sehen ist. Viele von meine andere pflanzen sind oben aber heute morgen war eis auf mein Auto. Hofentlich bekommen wir bessere zeiten. Und bloglesen kannst du bestimmt im herbst noch.
    Liebe grusse und alles gutes
    Marijke

    AntwortenLöschen
  10. Sag ich auch immer, die alten Rosen sind die Besten.
    Deinen Frust kann ich verstehen, manchmal habe ich das auch, es vergeht wieder - oder ich lösch den blog, ich bin ja nicht mit ihm verheiratet.

    Sigrun

    AntwortenLöschen
  11. Hallo Annette,
    ich verstehe deine Blogmüdigkeit sehr gut. Wenn ich den ganzen Tag mit der Technik zu tun hätte, dann hätte ich privat auch keine Lust dazu. Ging mit früher auch so. Die Rosen scheinen bei uns noch relativ gut durch den Winter gekommen zu sein. Einige Triebe in den beiden Leo da Vinci musste ich ganz runter schneiden, bei beiden Kaskadenrose (Ros. Uetersen) sind die Ostseiten weggefroren. Mitden neuen Wurzelnackten (Fairy) habe ich da gleiche Problem wie du, Ich sehe einige neue Triebe, die von ganz unten unter der Erde kommen. VG Manfred

    AntwortenLöschen
  12. Hallo Annette,
    Deine Post-Überschrift hat mich gerade magisch hierher gezogen und ich musste wirklich schmunzeln...mir geht es nämlich absolut genauso. Mich hat seit einiger Zeit auch eine totale Blogmüdigkeit überfallen! Ich schaue zwar hier und dort in andere Blogs rein und hinterlasse auch sporadisch Kommentare, aber ich habe überhaupt keine Lust etwas Neues zu posten und mein Fotoapparat verstaubt langsam aber sicher.

    Auch was die Rosen betrifft, ist es hier genauso. Ich musste mich von 8 Rosen verabschieden, die sowieso immer etwas kümmerlich waren. Ersetzt habe ich sie durch robuste Gallicarosen, Damazenerrosen und Rugosa-Hybriden. Meine historischen Rosen wie die Rose de Resht, Mme Knorr usw. haben über diesen Winter gelacht, die sehen aus als hätten wir gar keinen Winter gehabt...

    Liebe Grüße von Bärbel

    AntwortenLöschen
  13. Jeder hat doch einmal ein kleines Tief, aber das geht auch genau so schnell wieder vorbei :).

    AntwortenLöschen