Montag, 7. November 2011

Das neue Gartenjahr hat begonnen...


... zumindest dachte ich das so, als ich mich gestern ausführlich durchs Geblüm arbeitete, Verwelktes entfernte und diverse unansehnliche Staudenreste der letzten Saison zurückschnitt und damit die Grundlage für das neue Gartenjahr schuf. Hier und da kommen die Vorboten der nächsten Saison zum Vorschein. Hosta, Sedum, Krokusse treiben schon vor sich hin und haben augenscheinlich vergessen, dass der Winter noch kommt. Da mein Garten ja kein "Wohn-" sondern  ein "Wochenend-/ Mittwochsgarten" ist und ich daher in den Wintermonaten eher meiner Anliegerpflicht, dem Schnee schieben, nachkomme als den viel gepriesenen "winterlich überzuckerten" Samenständen bei "Sein" zuzusehen, habe ich mich seit vorletztem Herbst dazu entschlossen, bereits vergangene Pflanzen wie Knöterich, Pfingstrosen, Agastachen, Rudbeckia, Hosta, einige Geraniumarten, Einjährige und (jawoll) auch die optisch beeindruckende Verbene von ihrem Dasein zu erlösen und sie kurzerhand runter zuschneiden bzw. zu entwurzeln. Zu gut weiß ich noch, wie ich im Frühjahr 2009 zwischen all den zarten Trieben der Frühjahrsblüher herum gestolpert bin, immer in der Angst, wegen anstehender Rückschnittarbeiten, die kommende Frühjahrspracht schon im Keim zu ersticken. Darüber hinaus gibt es im Frühjahr erfahrungsgemäß so viel zu tun, dass ich jetzt sozusagen schon in Pflegevorlauf gehe. Ganz nebenbei wird geharkt was das Laub hergibt, die wurzelnackten Rosenlieferungen wollen auch in die Erde, der Rasen wurde ein letztes Mal gemäht und der Baumarkt bietet Stauden jetzt 50% günstiger an. Also gleich noch ein paar Frauenmäntel und Salbei als Grundausstattung für die neuen Beete gekauft und eingepflanzt. Der Herbst ist einfach eine super Gartenzeit und das Schönste ist das Wetter, das es sooo gut mit uns meint.


Kommentare:

  1. Bei uns im Garten blüht noch so einiges, vor allem verschiedene Chrysanthemen, Stiefmütterchen und zum Teil noch Sommerblumen. Bis jetzt habe ich mir noch gar keine richtigen Gedanken darüber gemacht, was ich mit dem Garten im Winter machen werde...

    lg kathrin

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  2. Liebe Annette,
    ich habe am Wochenende noch das eine oder andere Zwiebelchen versenkt und alle Insassen mit nem ordentlichen Berg Laub eingemummelt für den Winter. Ich hoffe ich kriege alle hinübergerettet ins nächste Frühjahr. Aber das ist sehr klug, alles, was Du eh nicht siehst gleich abzuschneiden!

    Liebe Grüße
    Dagmar

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  3. Hallo Annette,
    die Hosta treibt schon wieder bei dir?
    Und ich dachte immer, die ist die einzige Pflanze, die weiß, was sie tut, denn ihre Blätter werden ja auch ohne Frost im Herbst brav gelb. ;-)
    VG
    Elke

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  4. Hallo Anette ich schneide auch alles runter da ich auch schon oft im Frühjahr einiges zerstört habe das will ich mir auch ersparen und es lässt sich viel besser schauen was da schon aus der Erde kriecht .
    Lg simone

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  5. Hallo Annette,
    Du bist im Garten ja noch richtig fleißig zugange! Ich habe jetzt keine Lust mehr, lasse alles stehen bis zum Frühjahr, wenn die Motivation wieder da ist, die Luft ist jetzt raus. Allerdings liegt mein Garten direkt am Haus und da er sozusagen das verlängerte Wohnzimmer ist, komme ich hin und wieder in den Genuss von winterlich überzuckerten Samenständen. :-)

    Die Rose ist übrigens die "Charles Austin".

    Liebe Grüße von Bärbel

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  6. Hey Annette,
    Du hast noch viel arbeit gemacht in ihren Garten.
    Ich habe leider nichts mehr gemacht und warte bis Februar. Sind deiner neuen Rosen schon da. Ich kann leider keiner kaufen weil die Garten voll ist. Hahaha. Hoffe du hast ein schönes wochende
    Liebe grusse
    Marijke

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  7. Hallo Annette,
    125 Röser da kann ich nur von traumen wie dass aussehen wurde.
    Liebe grusse,
    Marijke

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  8. Das klingt ein wenig trotzig *grins* ...Ich habe gerade mit meinem GG geschimpft, der meine 'zuckrig überstäubten Rudbeckienköpfe' niedergemacht hast. Dabei sind sie so ein schönes Fotoobjekt bei Schnee und auch bei Raureif. Andere hat er stehen gelassen, die ich jetzt noch abschneiden muss. bestimmte Stauden, beispielsweise bestimmte Phlox- Helianthussorten werden grundsätzlich heruntergeschnitten, damit sie sich nicht ausssäen und die Sämlinge -wie bei mir schon geschehen- die Sorten verdrängen. Trotzdem lasse ich viele Staudenreste als Überwinterungsmöglichkeit für Igel und Co. stehen,.Deko ist da eher nebensächlich .
    Die Winterchrysanthemen sind ein Traum, ich vergess jedes Jahr welche zu setzen, und werde dann jedes Jahr durch Fotos in den Blogs anderer erinnert.
    LG
    Sisah

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  9. Hallo, so geht es mir im Frühling auch, immer die Angst, dass ich irgend etwas zertrete, was gerade hochkommt. Aber im Herbst werden nur die hohen Stauden geschnitten, die niederen lassen wir als Winterschutz stehen.
    Mittwoch-Wochenendgarten klingt spannend, aber auch ein wenig anstrengend, weil ja trotzdem die ganze Arbeit gemacht werden muss!

    Sigrun

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