Mit dem Herbst ist es wieder da, das Laub. Allgegenwärtig macht es Bäume nackig, liegt auf Straßen, Wiesen, Fußwegen und in meinem Garten rum. Seit 14 Tagen fällt es und so mancher Baum ist bereits entlaubt und zeigt uns, was uns im Winter an Aussichten erwartet. Aber erstmal genießen wir doch lieber die Farbenpracht und das phantastische Wetter der nächsten Woche.
Der gestrige Tag war schön. Die Sonne schien, der Wind blies kräftig, die Wildgänse zogen laut schnatternd vorüber. Perfektes Herbstwetter. Hätte ich ein Kind im Schulalter, dann wäre ich sicher auf`s Feld gegangen um einen Drachen steigen zu lassen. Da das Kind aber aus dem Alter raus ist, zog es mich in den Garten und an die Harke. Vier Stunden Laub harken. Es wollte einfach kein Ende nehmen. Als ich am Ende des Gartens angekommen war, lag vorn bereits wieder das frisch herunter gefallene Laub. Gemeinheit.
Jedes Jahr aufs Neue bin ich glücklich über diese üppigen Herbtsastern, ein Überbleibsel des Altbestandes meiner Vorgänger
Die Waagerechte Herbstaster- es hat mehrere Anläufe gebraucht sie im Garten anzusiedeln, aber sie ist soooo schön und deshalb die Ausdauer wert.
Am Ende des Gartens steht der zwischenzeitlich vollständig entlaubte Walnussbaum, ein riesiger Laubberg türmte sich dort auf und jede Menge Nüsse lagen am Boden. Wenn meine Mutter mit ihrer Prophezeiung Recht hat: "Wenn viele Nüsse am Baum sind, wird es ein strenger Winter!"dann steht uns ein wirklich, wirklich strenger Winter bevor der sonst eher mäßig tragende Baum hat Nüsse abgeworfen, mit denen ich jetzt glatt einen Import-Exporthandel eröffnen könnte. Ich denke es wird der ein oder andere Nusskuchen werden. Aber wer knackt die Nüsse?
Miscanthus "Silberspinne"