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Mittwoch, 23. April 2014

Unerwünschte Tiere im Garten

Eigentlich müsste ich ja ganz andere Dinge erledigen im Garten. Statt dessen pirsche ich um meine Pflanzen und betrachte einigermaßen besorgt ihre Entwicklung. Mag man den letzten Winter wohlwollend, wegen seiner milden Temperaturen, in Erinnerung behalten haben. Für die Entwicklung der Pflanzenwelt war er eher ungünstig. Statt eine gesunde Auslese zu betreiben und unerwünschtes Getier erfrieren zu lassen, hüllte er sie wohlig in feinste Überlebenstemperaturen und verortet nun massenhaft Tiere in meinem Garten, die einzig und allein von den Vögeln als Nahrungsmittel geliebt werden. Da hätten wir z.B. den Lilienkäfer. Ein hübsches Tier. Wirklich. Allerdings liebt er Lilien, und Kaiserkronen tummelt sich dort zur Paarung auf den Blättern, stärkt sich zwischendurch mit den nahrhaften Blättern und legt dann als Höhepunkt der Gärtnerinnenverachtung seine schleimigen, kotähnlichen  Larven ab, vorzugsweise unterseitig an den Blattachseln. Also tobe ich durch den Garten und minimiere sie mit meinem Fingernagel, knack,(Sorry Tierschützer) wo auch immer es geht. Man muss schnell sein, denn sie bemerken uns Gärtner, fallen runter und stellen sich tot. Ein echtes Katz und Mausspiel und sicher werde ich nicht alle erwischen. Aber deswegen Chemie? Nein.


Eine neue Tiergattung vergreift sich an meinen Rosen. Die Rosen haben es sowieso schwer in diesem Jahr so scheint mir. Der Rosenwickler ist`s. Kaum waren die frischen Triebe raus, da wurden diese auch gleich verstümmelt. Besonders schwer traf es Rose de Resht. Fast alle Triebe waren eingesponnen, durchlöchert und verklebt. Löst man die Blätter voneinander findet man eine Raupe, die sich grinsend über das frische Blattgrün hermacht, um später ein brauner Falter zu werden und in seiner Vollendung dem biologischen Kreislauf entgegen zu streben. In meinem Garten? Niemals! Gärtnerin war dem Herzinfarkt nahe und minimierte den Blattbestand der Rosen umgehend wo auch immer sie besagte Blattkonstellationen fand. Ab in den Hausmüll mit euch.


Neuster Schlager am Schädlingshimmel sind, wie jedes Jahr, die Blattrollwespe und ein paar hübsche grüne Läuse, die sich an den Rosen tummeln. Auch die Blätter der Blattrollwespe wollen abgesammelt werden und wie jedes Jahr fürchte ich nach dieser Aktion um den Blattbestand der Rosen. Eigentlich artet die Tätigkeit der Gärtnerin im Moment in Beobachtung und Schadensbegrenzung aus. Irgendwer frisst auch meine Akelei bis auf die Stengel ratzekahl leer. Vorher waren die Narzissen dran. Ich habe keine Ahnung wer sich so unverfroren an meinen Pflanzen vergeht, die Schnecken? Ja die sind auch fröhlich und massenhaft unterwegs. Hier hilft nur Schneckenkorn oder ignorieren. Absammeln ist bei der Masse an hübschen Häusern im Garten wohl hoffnungslos. Schneckenhauscity. Aber Nacktschnecken habe ich noch gar nicht gesichtet... kommen die später? ....Ich bleibe auf Beobachtungsposten...


Sonntag, 27. Mai 2012

Rosige Aussichten

Louise Odier 

Kaum ist die Irisblüte auf dem Höhepunkt, da kommt auch schon die Rosenblüte daher. Was haben wir gejammert, nach den harten Wintertagen. Die Modernen Rosen, von Edel- bis Beetrosen, mussten fast alle auf Null runter geschnitten werden, neun Röslein segnete das Zeitliche, immer noch verdorren plötzlich Triebe, die man gerettet glaubte...der Frost hat ganze Arbeit geleistet. Und trotzdem- ein wahrer Blütentraum steht bevor, die Rosen bilden Knospen, als gebe es kein Morgen mehr. Selbst die erst im letzten Herbst und Frühjahr wurzelnackt gepflanzten historischen Rosen treiben kräftig und bilden sogar Knospen, sehr ungewöhnlich.
Fazit also, Rosen sind hart im Nehmen und offensichtlich tut ihnen eine gelegentliche "Frischekur" ganz gut. Soweit die Ausgangslage, nun die Nebenwirkungen- die unberechenbare Welt der Schädlinge.

Das Schädlingsjahr beginnt mit der Rosenblattrollwespe, das Mistvieh legt Larven an der Unterseite der Blätter ab und dann rollen sich Selbige ein... später fallen die entwickelten Tiere in den Boden und überwintern dort. Ich habe im letzten Monat Eimerweise Blätter entsorgt. Dann kamen die Läuse, naja die sind ja immer da, wenn nicht an der Rose, dann an der Margerite oder am Kirschbaumblatt oder hier, oder dort..., ich streife sie einfach mit den Fingern ab. Ganz nebenbei hüpfte auch die Rosenzikade in den Garten ein, ein minikleines, weiß-grünliches Ding, dass an den Blättern rumsaugt und diese Spuren hinterlässt, die zum Absterben des Blattes führen können. Betroffen ist leider die wunderbare "Russeliana", Knospen hat sie trotzdem ohne Ende.


Bald keine Knospen mehr hat "Fritz Nobis" eine normalerweise üppig blühende Strauchrose, an der der Rosenblütenstecher gefallen gefunden hat. Um die 40 Knospen habe ich schon abgesammelt, weil das Tier ganz fies in den Blütenstil sticht, was zu Folge hat, dass die Knospe abknickt und hinüber ist. Heimlich still und leise hat sich bei diesem Vorgang die nächste Generation der boshaften Gesellen eingenistet, um in Ruhe heranwachsen zu können. Deshalb, Knospen absammeln und entsorgen.


Dann hätten wir da noch die Nachwirkungen des Winters, abgestorbene Triebe...insbesondere die Kletterrosen zeigen immer noch Nachwirkungen und so musste nun auch die "Jasmina" am Rosenbogen gehen.


Und es gibt da noch ein geheimnisvolles Wesen, dass dieses Bild, vorzugsweise an Englischen Rosen erzeugt...Knospenfrass...


Ich habe heute eine feine Knoblauchbrühe hergestellt und werde morgen mitsamt der Sprühflasche das Getier bekämpfen. Was gegen Vampire hilft, muss ja schließlich auch kleine Tierchen abschrecken...Und: Immer locker bleiben!

Nun aber zu den erfreulichen Rosenaussichten. Die Erste war in diesem Jahr "Herkules"...


...dicht gefolgt von "Rose de Resht", "Darcey Bussell" und "Belle de Crècy"...


...einer schönen "Wilden"...


...und der Edelrose "Hagen Gmelin" oder "Derby"....


Seit diesem Jahr gibt es auch Rosen in Orange- und Apricottönen im Garten, da diese nun im "Herrengarten" ihre extravagante Farbintensität ausleben dürfen. Schon ganz gespannt bin ich auf "Chippendale"...


Mittwoch, 12. Mai 2010

Schädlinge

Pünktlich zum Vollfrühling, wie soll es auch anders sein, stellen sich die ersten Gartenplagegeister ein. Abgesehen von den vergleichsweise harmlosen Mücken, die nur die Gärtnerin peinigen, musste ich heute bei meinem Rundgang durch die Pflanzenpracht diverse Symptome an verschiedenen Pflanzen entdecken. Mein Gärtnerherz schlug sofort Alarm und sorgte umgehend für das entsprechende Feindbild bzw. für ausgeprägte Vernichtungsgedanken.
1. Kleine kreisrunde Löcher in verschiedenen Blättern- Schneckenalarm! Was tun dagegen... auch wenn es brutal klingt, dass hat mir meine Schwester beigebracht, scharfe Schere und weggucken... Schnipp. Das geht natürlich nur bei den Nackten, die mit Haus sind ja auch eher harmlos.
2. Einige meiner Rosen haben eingerollte Blätter, angefangen hat "Schneewittchen" dann die "Edenrose" und nun noch meine Lieblingsrose "Cinderella"- die Larven der Blattrollwespe- ein Elend, tiefste Gärtnerdepression, da hilft wohl nur Blätter absammeln, vernichten und den Rosen gut zureden.
3. Eine meiner vier Schneeballhortensien, die mit dem Namen "Grandiflora" fühlt sich nicht wohl und zeigt mir das mit grün-gelb, gescheckten Blättern- Chlorose- sagt das kluge Internet- Bodenverdichtung, zu kalkhaltig, nicht genügend Wurzelfreiraum- das stimmt tatsächlich- als eine der ersten Pflanzen habe ich sie vor zwei Jahren aus Unwissenheit zu dicht an das Fundament des Nachbargartenzauns gepflanzt. Nun ist sie groß geworden und hat keinen Platz mehr, also werde ich sie umpflanzen und mit etwas Rhododendronerde verwöhnen.
4. Blattläuse- die Knospen der Pfingstrose scheinen lecker zu schmecken...ebenso muss wohl der "Gewöhnliche Schneeball" Strauch besondere Anziehungskraft auf dies schwarzen Tierchen ausüben.
Morgen, wenn die Männer "ihren Tag" begehen, werde ich mich über meine Schädlinge hermachen und sie in die Nachbargärten verjagen, jawohl!